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MEIN ERSTES GEDICHT
 
Du erwartest von mir ein Gedicht,
doch ich glaube dichten kann ich nicht.
Soll ich den Versuch dennoch wagen?
und Dich mit meinen Klagen plagen.
In meinem Kopf sind sind so viele Fragen,
aber niemand will mir die Antworten sagen.
 
Wo liegt der Sinn?
Wo geh ich hin?
Was wird als nächstes geschehen?
Werd ich alles bestehen?
Werd ich mich trennen?
Lern ich wen besseren kennen?
Kann mir überhaupt jemand das geben,
was ich glaube zu brauchen im Leben?
Mach ich was falsch?
oder mach ich eh alles richtig?
Ist es denn wirklich so wichtig?
Was ich verlange vom leben?
Sag, kannst du mir nicht die Antworten geben?????
 
Ich will doch wirklich nicht viel,
nur dieses wunderschöne Gefühl
zu spüren, dass jemand mich liebt,
für mich da ist und mir gibt:
dass, wonach ich schon so lange auf der Suche bin,
LIEBE, ohne der hat das Leben für mich keinen Sinn!
 
Ich bin nicht materialistisch,
kann verzichten auf Bett, Sessel und Tisch.
Aber ohne meinen Streicheleinheiten,
ohne diesen vielen kleinen Zärtlichkeiten,
werde ich schon bald verwelken,
denn nur die sind es, die für mich als wichtig gelten.
 
Ich fahre schon längst mit der Reserve,
doch mein Mann ist wie eine Konserve,
die ich nicht mehr öffnen kann,
weiß nicht wie, nicht wo und auch nicht wann.
 
Und drum sitz ich jetzt oft stundenlang
vor dem Pc und mach mich krank.
Ich häng im Chat, im Internet,
die Gespräche sind meist sehr nett,
und ich komme nie ins Bett.
 
Doch wer kann schon leben ohne reden?
Vielleicht kann mir ja doch jemand meine Antworten geben.
 
Aber ganz tief in mir drinnen
weiß ich, ich kann nicht entrinnen.
Irgendwann werd ich eine Entscheidung treffen müssen,
dann werd ich auch wieder in meinem Leben,
ganz fest steh´n auf meinen Füssen.
 
Denn wie jeder weiß,
folgt jedem tief auch wieder ein hoch,
und ohne Fleiß gibt´s keinen Preis,
aber ein bisschen Zeit brauch ich, glaub ich, noch.
 
Ein Sprichwort sagt:
Kommt Zeit, kommt Rat.
Und wenn ich wart,
folgt ganz bestimmt auch eine Tat.
 
Manchmal muss man sich halt selbst verwöhnen,
sich das leben so gut es geht verschönen.
Irgendwie habe ich es immer geschafft,
und zusammen gerafft, all meine Kraft,
immer versucht mein bestes zu geben
und mich gestellt meinen Aufgaben im Leben.
 
Ich glaub bis jetzt hab ich es gut gemacht,
deshalb wäre es ja glatt gelacht,
wenn ich an diesem Problem scheiter´,
und drum bleib ich immer heiter,
gehe meinen Weg brav weiter
und stets werde ich gescheiter.
 
Trotz all dieser Fragen,
die mich derzeit so sehr plagen
kann ich Dir stolz sagen,
will ja nicht nur klagen,
ich bin gesund, mir geht es gut,
tief in mir ist noch die Glut
und ich bin mir  sicher, dass es jemanden gibt,
der mich eines Tages liebt.
 
Jetzt ist es doch recht lang geworden das Gedicht,
obwohl ich dachte, dichten kann ich nicht.
Doch jetzt ist Schluss,
weil ich zum Computer muss.
 
Jennifer,  09.06.01

 

 

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